Sonderausstattungen Ihrer Baufinanzierung
03.05.2010
Die Zeiten starrer Darlehensregeln sind vorbei. Wer heute ein
Immobiliendarlehen aufnimmt, kann zu Recht Flexibilität verlangen. Denn
anders als in der Vergangenheit sind heute Einkommen, Wohnort und
Lebensverlauf viel weniger planbar. Daher ist Flexibilität auch bei der
Baufinanzierung wichtig, damit die Finanzierung mit Ihrer Lebensplanung
Schritt hält.
Viele Banken haben auf die veränderten Ansprüche
der Kunden reagiert und bieten mittlerweile diverse Sonderausstattungen
an - zum Teil sogar kostenlos. Nachfolgend finden Sie einige Beispiele,
wie Sie Sonderaustattungen sinnvoll für Ihre Baufinanzierung einsetzen
können.
Sondertilgungsoptionen
Sondertilgungen sind der Klassiker
bei den Zusatzoptionen. Während früher Sondertilgungen oft mit hohen
Zinsaufschlägen bezahlt werden mussten, sind heute bei den meisten
Banken fünf bis zehn Prozent außerplanmäßige Tilgung kostenfreier
Standard. Höhere Sondertilgungsoptionen dagegen müssen auch heute meist
noch mit einem Zinsaufschlag bezahlt werden.
Sondertilgungen sind
sinnvoll, wenn Sie z.B. jährliche Bonuszahlungen oder andere
zusätzliche außerplanmäßige Einkünfte erhalten, die sie zur schnelleren
Rückführung Ihres Darlehens einsetzen möchten. Ähnlich können
Sondertilgungen aus kleineren Erbschaften u.ä. vorgenommen werden.
Erörtern
Sie mit uns, ob Sie Sondertilgungen planen und wenn ja, in welcher
Höhe. Gemeinsam können wir dann einen Bankpartner finden, der im
entsprechenden Umfang kostenlose Sondertilgungen bietet. Rechnen Sie
dagegen mit einem größeren Einmalbeitrag in der Zukunft - z.B. aus einer
fälligen Lebensversicherung - ist es meist sinnvoller, einen Teil des
Darlehens mit einer kürzeren Zinsbindung zu versehen und diese
Darlehenstranche zum Fälligkeitstermin mit dem Einmalbetrag komplett zu
tilgen.
Tilgungssatzwechsel
Oder Sie möchten die Tilgungshöhe
wechseln? Früher war das beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Heute sieht
das anders aus. Viele Banken offerieren ihren Kunden die Möglichkeit
zum ein- oder mehrmaligen Tilgungssatzwechsel während der Zinsbindung -
oft ohne Aufpreis auf die Kondition.
Und diese Option ist sehr
sinnvoll. Denn z.B. gerade junge Kunden können schlecht einschätzen, wie
sich ihr Einkommen in den nächsten Jahren entwickelt. Da wäre es
schade, wenn z.B. mehr verfügbares Einkommen nicht zur
Darlehensrückführung und damit zur schnelleren Entschuldung der
Immobilie eingesetzt werden könnte. Aber auch andersherum ist eine
Änderung der Tilgung oft hilfreich. Kündigt sich zum Beispiel Nachwuchs
an, kann mit einer niedrigeren Tilgung die monatliche Belastung aus der
Finanzierung optimiert werden.
Lange bereitstellungszinsfreie Zeit
Besonders
für Bauherren ist die bereitstellungszinsfreie Zeit bei ihrer
Finanzierung wichtig. Denn wer eine Immobilie baut, benötigt das
Darlehen meist nicht sofort und nicht auf einmal.
Weil Sie Ihren
Kredit aber nicht unmittelbar in Anspruch nehmen und folglich keine
Zinsen an die Bank zahlen, macht diese kein Geschäft. Schließlich hat
sie die Kreditsumme bereitgestellt und muss dafür auf den Kapitalmärkten
Geld bezahlen. Diesen "Verlust" lassen sich Institute durch so genannte
Bereitstellungszinsen ausgleichen.
Damit diese Kosten nicht
ausufern, ist es wichtig, auf möglichst lange bereitstellungszinsfreie
Zeiten zu achten. Von zwei bis zu mehr als 24 Monaten ist hier je nach
Bankpartner alles möglich. In Abhängigkeit vom geplanten Projekt sollten
Sie also immer mit uns nach einem passenden Finanzierungspartner
Ausschau halten, damit Verzögerungen beim Bau nicht zu hohen
zusätzlichen Belastungen aus Bereitstellungszinsen führen.
Neben
diesen drei vorgestellten Sonderausstattungen gibt es eine Reihe
weiterer Optionen. Ihnen ist gemeinsam, dass sie helfen, flexibel zu
bleiben - und zwar über die lange Zeit, über die eine
Immobilienfinanzierung läuft. Wir unterstützen Sie durch eine kluge
Finanzierungsplanung, sinnvolle Optionen zu identifizieren und zu
nutzen.
Denn mit einem Standard-Darlehen muss sich heute niemand mehr zufrieden geben
